Verlängerung der Straßenbahn?

Speakers' Corner vom 28. Februar 2020

Wie war das eigentlich noch einmal mit der Straßenbahn? Sollte Sie irgendwann verlängert werden? Gab es dazu eine Entscheidung? Und welche Faktoren führten zum Endpunkt am Ortseingang?

Um den damaligen Sachstand wieder in Erinnerung zu rufen und den Status quo zu erläutern, führte Gerhard Sommer in das Thema ein.

Interessant dabei war, dass der Zweckverband Regio Breisgau (ZRF) in seinem Breisgau Bahn 2020 ein sogenanntes Zielkonzept erarbeitet hat, indem drei Streckenverlängerungen der Straßenbahn vorgestellt werden: Verlängerung von Littenweiler zum Kappler Knoten, Verlängerung Richtung Westen und die Verlängerung durch Gundelfingen bis zur Wendeschleife im Norden.

StraBaGufi

Quelle: https://stadtbahnwelt.jimdofree.com/stadtbahn-freiburg/ausbauma%C3%9Fnahmen/projekte-ab-2030/, download 21.3.2020, 17.37 h

Unter den Diskutanten waren neben Altgemeinderätin Gisela Gabriele auch die Gemeinderäte Christoph und Lukas Paul vertreten und Gundelfinger Bürger_innen aus verschiedenen Generationen, was die Diskussion befeuerte.

Aus dem Input von Gerhard Sommer wurde deutlich, dass es darum geht, ob Gundelfingen sich gegenüber dem ZRF äußert und eine Verlängerung offensiv einfordert oder nicht. Denn von den drei in Betracht kommenden Planungen wird diejenige zuerst realisiert, die explizit eingefordert und gewollt wird. Was danach kommt, weiß niemand und ob und wann weitere Gelder zur Verfügung stehen ist dann die Frage. Spannend ist die Angelegenheit, weil Littenweiler und Kappel sich bereits klar positioniert haben und die Verlängerung zum Kappler Knoten einfordern.

Auch wenn hier eine kleine Runde diskutierte, zeigte sich ein sehr kontroverses Bild. Einige Teilnehmer_innen sprachen sich für  eine Verlängerung aus, weil sie z.B. abends Angst haben alleine von der Endhaltestelle nach Hause zu gehen. Andere lehnen eine Verlängerung ab und befürchten ein „Zerschneiden“ des Ortes und damit verbunden einen Attraktivitätsverlust.

Deutlich wurde, dass bei den Bürger_innen viel zu wenig über die Verkehrssituation und die Planung bekannt ist. Es gibt viele offene Fragen, die es erst einmal zu klären gilt:  Ist die Planung aus dem ersten Jahrzehnt dieses Jahrhunderts nicht schon veraltet? Ist technisch nur eine Verlängerung bis zur Wendeschleife möglich oder auch nur bis zum Seniorenzentrum? Müsste aufgrund der zukünftigen, größeren Veränderungen im Bereich Verkehr, nicht viel visionärer und neu gedacht werden? Wie soll das Verkehrsaufkommen an der Wendeschleife geregelt werden? Ist weiterhin eine Verknüpfung mit der S-Bahn Strecke geplant? Falls es weiterhin Überlegungen in diese Richtung gäbe, geht es um eine wesentliche größere bauliche Veränderung Gundelfingens, die auch wieder eine Diskussion über eine Bahnhofsverlegung mit sich bringen würde. Dies wiederum müsste dann bereits in den Planungen des Baugebiets Nägelesee Nord mitbedacht werden.

Das Ergebnis der Diskussion war, dass es einen großen Informations- und Diskussionsbedarf gibt und sich die Teilnehmer_innen eine weitere unparteiische Veranstaltung zum Thema zukünftiges Verkehrskonzept und Straßenbahnverlängerung wünschen.

Diskussion zur Bürgerbeteiligung

Bürger an der Entwicklung der Kommune beteiligen oder nur Stimmvieh bei Wahlen?

lautete das Thema in Speakers´ Corner am 31. Januar 2020 im Bürgertreffe Gundelfingen.

Immer wieder hört man in Gundelfingen, wie Bürgerinnen und Bürger sich darüber beklagen, dass Sie „ja sowieso nichts zu sagen hätten“. Das war der Anlass für Willibald Fritz, Vorstand des Bürgertreffs Gundelfingen, zu einem Gespräch über Bürgerbeteiligung einzuladen. In Gundelfingen können Bürger ihre Meinung in einer Speaker’s Corner äußern (veröffentlicht am Do, 30. Januar 2020 um 10:15 Uhr auf badische-zeitung.de)

Wie bei Speakers´ Corner üblich führte Willibald Fritz kurz in das Thema ein.

Erfreulich war, dass Bürgermeister Walz und eine ehemalige Gemeinderätin unter den Teilnehmer_innen waren und so auch ihr Wissen über die Arbeit des Gemeinderates einbringen konnten.

Die Teilnerhmer_innen diskutierten intensive darüber, wie zum einen mehr Transparenz über Entscheidungsfindungen geschaffen werden könnte und zum anderen, wie die Wünsche und Überlegungen von Bürger_innen auch gehört und bei Entscheidungen miteinfließen könnten. Hier ging es u.a. um die Frage weshalb nicht mehr Sitzungen der Gemeinderatsausschüsse öffentlich sind? Auch wenn Gemeinderatssitzungen am Ende Fragemöglichkeiten haben, entsteht der Eindruck, dass viele Entscheidungen bereits vorab in den nichtöffentlichen Sitzungen entschieden wurden.
Ein Vorschlag war, zu Themen die anstehen im Vorfeld eine_n Vertreter_in des Gemeinderates oder der Gemeindeverwaltung einzuladen, die/der über das Thema informiert und die Sachlage vorstellt. Bürgermeister Walz gab zu Bedenken, dass zu derartigen Informationsveranstaltungen oftmals nur Bürger_innen aus bestimmten Milieus kommen. Dadurch geben diese Diskussionen nicht unbedingt die Meinung aller Bürger_innen bzw. vor allem nicht sogenannter benachteiligter Bürger wieder. Es gibt schon Kommunen die Bürger_innen zu Veranstaltungen nach dem Zufallsprinzip oder nach bestimmten Kriterien wie z.B. Wohngebiet anschreiben und explizit einladen. Dies wäre auch für Gundelfingen zu überlegen.
Überaus erfreulich sind die von Bürgermeister Walz angebotenen Ortsspaziergänge. Allerdings erscheint es den Anwesenden wichtig, dass danach auch Taten folgen, damit die Bürger_innen sich ernst genommen fühlen. Dabei versteht sich, dass nicht alle Wünsche zu erfüllen sind.  

Nach der Diskussion über die grundlegende Ausgestaltung von Bürgerbeteiligung wurden konkrete Themen diskutiert. Es wurde deutlich, dass vor allem die Verkehrssituation im Ort ein kontrovers und bisher nicht gelöstes Thema darstellt – egal aus wessen Sicht, ob Fußgänger, Fahrradfahrer oder Autofahrer. Hier wurde der Wunsch nach einem Gesamtkonzept  geäußert. Es geht eben nicht nur um Parkplätze oder die Gestaltung der Fahrradwege, sondern um eine Gesamtbetrachtung über die Zukunft des Verkehrs. Dazu gehört z.B. auch die generelle Forderung nach Ausweitung der 30 km Zone oder weitere Überlegungen zum Straßenbahnausbau.
Der Straßenbahnausbau wurde intensive diskutiert und man kam zu dem Ergebnis, dass es hierfür genauso wie zu der Frage nach einem Verkehrskonzept, weitere Veranstaltungen geben sollte.

Fußgänger – Radfahrer, Partner oder Gegner?

Speakers' Corner, 29.11.2019

Das von Frau Blawert und Herrn Kappler vorgeschlagene Thema „Fußgänger – Radfahrer, Partner oder Gegner?“ fand reges Interesse. Es trafen sich 12 Bürgerinnen und Bürger in den Räumen des Bürgertreffs, um sich darüber auszutauschen.

In ihren Einführungen bemängelten die Referenten das rücksichtlose Verhalten einiger Radfahrer, insbesondere in der Ortsmitte bei der Kreuzung an der Gaststätte „Rößle“ in Richtung Freiburg und an dem gemeinsam zu nutzenden Weg entlang der Bahnlinie auf der Ostseite. Verstärkt würde die Situation inzwischen auch noch durch die durch Elektromotoren unterstützten Räder, da diese deutlich schneller unterwegs seien. Als Fußgänger fühle man sich regelrecht bedrängt.

Radfahrer haben auf Gehwegen nichts zu suchen. Das Radfahren auf Gehwegen ist verboten. Nur Kindern bis 12 Jahren ist dies ausdrücklich gestattet.
Auch wenn die Pflastersteine innerorts dazu verleiten auf die Gehwege auszuweichen, ist es nicht gestattet. Für Fußgänger seien Gehwege auch Aufenthaltsorte, um sich mit anderen zu unterhalten, bemerkte Anselm Hirt.

Die Teilnehmer nannten viele Punkte, wie man mögliche Konflikte zwischen Fußgängern und Radfahrern vermeiden könne. So könne man Trennlinien auf dem Weg östlich der Bahnlinie auftragen, um die Verkehrsteilnehmer zu trennen.

Da es im Bereich einer 30er Zone keine separaten Fahrradwege geben darf, müsse durch entsprechende Beschilderung die bestehende Situation geändert werden. Radfahrer gehören hier nur auf die Straße.
Es seien nur wenige Sekunden, die ein Autofahrer verliere, wenn sich auf der Strecke vom Rathaus bis zum Ende der 30er Zone Richtung Freiburg ein Fahrradfahrer befände, so der Fahrradexperte Wolfgang Bruns vom ADFC.

In der momentanen Situation sei es für Seniorinnen und Senioren vom Seniorenstift besonders schwierig, den Gehweg und die Straße zu überqueren. Der Gang aus dem Wartehäuschen zum Bus wird durch die schnellen Radfahrer besonders gefährlich, meinte Frau Vogeltanz.

Die vorgeschlagenen Maßnahmen werden vom Initiator des Speakers' Corner, Willibald Fritz, an die verantwortlichen Stellen in der Gemeindeverwaltung weitergeleitet.
Die Teilnehmer würden sich gerne zu einem späteren Zeitpunkt erneut treffen, um zu erfahren, was bis dahin unternommen, geplant oder bereits umgesetzt wurde.

Wenn Sie, liebe Leserinnen und Leser, auch ein Thema vorstellen, oder sich an Diskussionen beteiligen wollen, dann melden Sie das Thema unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! an oder kommen zu der Veranstaltung spontan vorbei.
Nähere Informationen finden Sie immer in den "Gundelfingen Nachrichten" oder auf unserer Homepage www.buergertreff-gundelfingen.de.

Wenn Ihnen der Begriff „Speakers' Corner“ nichts sagt, dann betrachten Sie doch unsere Veranstaltung als
„Dorfgespräch – miteinander anstatt übereinander reden“. Auch bei uns gibt es Getränke wie an einem Stammtisch.

Speakers' Corner: Diskussion zum ruhenden Verkehr vom 29.03.2019 - so können Sie aktiv werden

Wenn Sie, liebe Bürgerinnen und Bürger, für das Gemeinwohl Zivilcourage zeigen wollen, dann können Sie mit dem Formular, das Sie hier herunterladen können, dem Landratsamt eine Ordnungswidrigkeit bekannt geben. Dokumentieren Sie die Ordnungswidrigkeit mit einem aussagekräftigen Foto und schicken es mit dem ausgefüllten Formular per E-Mail dem Landratsamt an folgende Adresse: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!Ob es daraufhin zu einer Anzeige kommt, entscheidet das Landratsamt aufgrund Ihrer Informationen. Sie bleiben dabei für den Angezeigten anonym.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung.

Speakers' Corner: Diskussion vom 26.04.2019

Ob es am Thema „Europawahl – wählen gehen oder nicht wählen gehen“ oder an den Osterferien lag, wissen wir nicht. Neben der Vortragenden Frau Hedda Gudrich-Rutsch, fanden leider nur zwei Teilnehmer, die das Thema interessant fanden, den Weg in den Bürgertreff. Gefreut hat es den Initiator, Willibald Fritz, dass Frau Sigrid Ellenberger von der örtlichen Presse der Einladung zu dieser Veranstaltung gefolgt ist.
Frau Gudrich-Rutsch gab zu Beginn einen Überblick über die Institutionen der EU, da Ihrer Meinung nach viele Bürger die Institutionen und deren Aufgaben nicht kennen (Die Darstellung können Sie hier lesen bzw. herunterladen). Wer z.B. Sven Giegold ist, konnte keiner der Anwesend beantworten, obwohl er der Spitzenkandidat der Grünen für die Europawahl ist. Ähnlich sah es mit anderen Spitzenkandidaten aus. Das EU-Parlament besitzt nicht die gleichen Kompetenzen und Rechte wie z.B. das deutsche Parlament. Es hat kein Initiativrecht für die Gesetzgebung, die Redezeit pro Abgeordneten ist zeitlich sehr beschränkt. Warum also ein Parlament wählen, das nur über wenige demokratische Kompetenzen verfügt? Die Diskussion war intensiv. Da sich das Parlament seit seiner Anfangszeit immer mehr Kompetenzen von der Kommission und den Rat erstritt, um seiner demokratischen Legitimation gerecht zu werden, waren sich die Teilnehmer am Schluss der Diskussion einig, dass man wählen gehen muss, um die Bewerber der Parteien zu wählen, die sich für die Stärkung der Parlaments einsetzen.

Wenn Sie, liebe Bürgerinnen und Bürger, weitere Themen haben, über die Sie gerne mal mit anderen interessierten Mitbürgern diskutieren oder die Sie auch nur vorstellen wollen, kommen Sie am 28.06.2019 um 18:30 Uhr in den Bürgertreff, Vörstetter Str. 3. Der Maitermin entfällt. Mehr Resonanz zu Ihrem Thema erhalten Sie, wenn Sie uns Ihr Thema frühzeitig per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! anmelden, so dass wir es in der örtlichen Presse und auf unserer Homepage veröffentlichen können.

Speakers' Corner: Diskussion vom 29.03.2019

Bei der zweiten Veranstaltung wurde zu Beginn über das angekündigte Thema „vermisster Obst- und Gemüsestand beim ehemaligen EDEKA“ besprochen. Da sich mittlerweile eine kurzfristige Lösung abzeichnet, wurde auf eine ausführliche Diskussion verzichtet. Dass es einen Bedarf an Obst- und Gemüseständen gibt, zeigte das Angebot auf dem Parkplatz bei der Metzgerei Rückert.

Das zweite Thema des Abends, „ruhender Verkehr“, wurde von Familie Schwär vorgestellt.
Kurz zusammengefasst: In der Ortsmitte wird vielfältig  geparkt so wie man es gerade braucht, ohne dass immer die Straßenverkehrsordnung beachtet wird.
Schnell stellte sich heraus, dass dieses Problem nicht nur den Ortskern betrifft.
Zeitlich begrenztes Parken (Parkscheibenpflicht) wird als Dauerparken benutzt. Damit fehlen die Parkmöglichkeiten, die für das Einkaufen in der Ortsmitte oder für Arztbesuche gedacht sind.
parken12 Ausgewichen wird dann auf Gehwege, so dass die schwächsten Verkehrsteilnehmer - Fußgänger, auch die mit Rollatoren, Mütter/Väter mit Kinderwagen, Rollstuhlfahrer, Kinder mit Rollern/Fahrrädern usw.  - gezwungen werden, auf die Straße auszuweichen. So wurde berichtet, dass es an der Kreuzung Kandelstraße/Alte Bundesstraße schon häufig zu brenzligen Situationen kam, weil wegen falsch parkender Autos Schüler auf die Straße ausweichen mussten und dann fast vom fließenden Verkehr erfasst wurden.
Empörung kam bei den Anwesenden auf, weil sie den Eindruck haben, dass sich weder die Polizei noch die Verantwortlichen der Gemeinde um dieses Problem kümmern. Die Polizei fährt bei ihren Kontrollfahrten an offensichtlichen Ordnungsvergehen bzgl. des ruhenden Verkehrs einfach vorbei. Der Gemeinderat sieht in der Mehrheit keinen Handlungsbedarf, einen Kontrolldienst einzurichten. Was nützen die bestgemeinten Anordnungen, wenn sie nicht kontrolliert werden.
Es wurde angeregt, die Gemeindeverwaltung zu bitten, in den Gundelfinger-Nachrichten verstärkt auf die Einhaltung der Straßenverkehrsordnung hinzuweisen. Die Anwesenden würden es begrüßen, wenn viele Bürgerinnen und Bürger, die sich ebenfalls durch den ruhenden Verkehr beeinträchtigt fühlen, in den kommenden Wochen vor den Gemeinderatswahlen auf die Bewerber zugingen, um ihr Anliegen vorzutragen. Vielleicht findet sich nach der Wahl eine Mehrheit, das Problem zu lösen.

Wenn Sie, liebe Bürgerinnen und Bürger, weitere Themen haben, über die Sie gerne mal mit anderen interessierten Mitbürgern diskutieren oder die Sie auch nur vorstellen wollen, kommen Sie am 26.04.2019 um 18:30 Uhr in den Bürgertreff, Vörstetter Straße 3. Mehr Resonanz zu Ihrem Thema erhalten Sie, wenn Sie uns Ihr Thema frühzeitig per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! anmelden, so dass wir es in der örtlichen Presse und auf unserer Homepage veröffentlichen können.

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